US-Botschafter Emerson wirbt in Jena für transatlantische Partnerschaft und TTIP

Der 3. Dezember brachte ein vorweggenommenes Nikolausgeschenk nach Jena: den Besuch von US-Botschafter John B. Emerson und Generalkonsul Scott Riedmann (Leipzig). Der Besuch schloss auch Stationen im Rathaus und bei Jenoptik mit ein, aber im Kern stand eine Vorlesung im Hörsaal 1 und ein anschließendes Mittagessen im engsten Kreis. Die Einladung nach Jena war über Monate vom Masterstudiengang Nordamerikastudien (Jörg Nagler, Nordamerikanische Geschichte / Caroline Rosenthal, Nordamerikanische Literatur / Michael Dreyer, Politikwissenschaft) in enger Zusammenarbeit mit Generalkonsulat und Botschaft vorbereitet worden, und Prof. Torsten Oppelland (Politikwissenschaft) gab ihr in seiner Vorlesung einen würdigen Rahmen.

Der Hörsaal hat fast 500 Plätze, und trotzdem mussten zahlreiche Besucher abgewiesen werden, da der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war – und dies, obwohl die Werbung nur minimal war.

Botschafter Emerson ist ein erfolgreicher Anwalt, ein ehemaliger Mitarbeiter im Weißen Haus der Präsidenten Obama und Clinton, und ein Wahlkampfmanager für beide Präsidenten in Kalifornien. Und er ist ein einnehmender Redner, der die Zuhörer schwungvoll auf Deutsch begrüßte, nachdem FSU-Präsident Prof. Walter Rosenthal seinerseits den Gast eingeführt hatte.

Die Rede war eine ausgewogene Mischung zwischen der Beschwörung gemeinsamer Werte auf beiden Seiten des Atlantiks und der Wahrnehmung amerikanischer Interessen – also genau das, was man von einem guten Diplomaten erwartet. Der Botschafter verwies wiederholt auf die Werte der Demokratie und des Rechtsstaates, die Deutschland und die USA verbinden – und die sie von einigen anderen Staaten unterscheiden. Engagiert verteidigte der Diplomat auch das Freihandelsabkommen TTIP. Nach einer kurzen Diskussion wurde der Gast mit anhaltendem Applaus verabschiedet. Es bleibe dahingestellt, ob Botschafter Emerson für TTIP bei seinen Zuhörern einen Durchbruch erzielte. Aber die Erinnerung an normative Gemeinsamkeiten war wichtig und fand breite Zustimmung. Beim anschließenden Mittagessen äußerte der Botschafter den Wunsch, Jena auch mal bei besserem und wärmerem Wetter zu sehen. „Dem Manne kann geholfen werden“, wie der Namensgeber unserer Universität schon 1781 treffend sagte; fünf Jahre nach der amerikanischen Revolution und sechs Jahre vor der Verfassung der USA. Jena würde sich auf einen erneuten Besuch freuen.

Foto: Institut für Politikwissenschaft
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