Praxis und Entwicklung

Im Bereich der Unterrichtsentwicklung und Erprobung kooperiert die Professur für Didaktik der Politik mit der Thüringer Gemeinschaftsschule Carl Zeiss Weimar. Momentan erfolgt durch die Professur die durchgängige Beschulung einer Lerngruppe in Sozialkunde.

Im Bereich der hochschuldidaktischen Seminarentwicklung zur Professionalisierung angehender Lehrerinnen und Lehrer in Sachen Demokratiebildung und politische Bildung arbeitet die Professur vor allem an unterschiedlichen Formaten der Theorie-Praxis-Verschränkung. Hierunter fallen folgende Projekte.

Landtagswahlen in Thüringen 2019 – ein Seminar mit Kampagne Inhalt einblenden

Projektleitung: Prof. Dr. Michael May

Team: Kevin Jochmann

Förderung: Landeszentrale für politische Bildung, Haushalt

Laufzeit: 4/2019-10/2019

Im Rahmen eines Seminars erstellten die Studierenden ein Kampagnen-Modul, das an Thüringer Schulen zum Einsatz kam. Das Ziel des Moduls bestand darin, Jung- und Erstwähler zur Teilnahme an der Landtagswahl 2019 in Thüringen zu motivieren. Dazu entwickelten die Studierenden eigens Materialien, nutzten den Wahl-O-Mat und informierten die Schülerinnen und Schüler über die Wahlalternativen. Nicht zuletzt bestand eine wichtige Grundidee der Kampagne darin, dass junge Leute (Studierende) mit jungen Leuten (Schülerinnen und Schüler) über politische Fragen ins Gespräch kommen.

Lehrkräfte als Agenten der Demokratie (LADi) Inhalt einblenden

Projektleitung: Prof. Dr. Nils Berkemeyer, Prof. Dr. Michael May

Team: Elisabet Franzmann

Förderung: BMBF

Laufzeit: 2019-2023

Im LADi-Projekt wird der staatliche Auftrag schulischer Bildung und Erziehung im Kontext eines Wertekatalogs gedacht, der wesentlich durch die Menschenrechte sowie das Grundgesetz widergespiegelt wird. Diese Lesart der Schule als zentrale Institution einer demokratischen Gesellschaft stellt eine erhebliche Herausforderung für jede Generation von Lehrkräften dar. Ein zentrales Anliegen ist es, den Auftrag zur Demokratiebildung im Lehramtsstudium in Jena stärker sichtbar zu machen, ihn inhaltlich auszufüllen und strukturell zu verankern. Im Rahmen des LADi-Projekts werden Strukturen und Formate erarbeitet, die die strukturelle und organisationale Zusammenarbeit der verschiedenen an Lehrerbildung beteiligten Akteure an der Universität Jena implementieren sowie die Kooperation der Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit universitären Partnern stärken sollen, um gemeinsam das Leitbild einer gesellschaftlich verantwortungsvollen Lehrerbildung zu unterstützen, zu entwickeln und zu verankern. Das Projekt ist als Teil der Qualitätsoffensive Lehrerbildung im Jenaer Teilprojekt ProfJL² angebunden. Weiterer Informationen finden Sie hier.

Planspiel Thüringer Landtag – Erprobung und Implementierung Inhalt einblenden

Beteiligte Institutionen: ZLB, Thüringer Landtag, Studienseminar Gera, DVPB

Projektleitung: Prof. Dr. Michael May

Förderung: Stifterverband, ZLB

Laufzeit: 2018

Anders als durch den Bundestag und viele Landtage wird durch den Thüringer Landtag bislang kein Parlamentsplanspiel angeboten. An dieser Lücke setzt das geplante Projekt an und erprobt und implementiert ein vom Landtag und dem beteiligten Studienseminar entwickeltes Planspiel. Die Erprobungsphase des Planspiels soll im zweiten Schulhalbjahr 17/18 stattfinden. Auftakt der Erprobung soll ein im Januar 2018 durch das Studienseminar und die Professur für Didaktik der Politik verantworteter Testdurchlauf mit Novizen der politischen Bildung aus der ersten und zweiten Ausbildungsphase an der Universität Jena oder dem Studienseminar Gera sein (Studierende, Referendar*innen), auf dessen Grundlage nicht nur eine Einführung der Teilnehmer*innen in die Planspielmethode sowie das Planspiel „Thüringer Landtag“ angestrebt, sondern auch eine externe Beratung und kooperative Optimierung des Planspiels ermöglicht wird. Hierzu wird ein externer Experte eingeladen.

Im Nachgang dieses ersten wissenschaftlich begleiteten Testdurchlaufs sind auf der Grundlage des entwickelten Planspielkonzepts bis Ende des laufenden Schuljahres weitere Testdurchläufe im Landtag geplant. Parallel hierzu ist in Kooperation mit dem THILLM ein Workshop zum Planspiel geplant, der sich an Lehrerinnen und Lehrer des Unterstützungssystems richtet. Im Rahmen dieser Weiterbildungsveranstaltung werden die Unterstützungslehrkräfte unter Nutzung der formativen Evaluationsergebnisse in das Konzept des Planspiels eingeführt; zudem besteht hier auch die Möglichkeit unter Einbeziehung der Expert*innen schulartspezifisch am Konzept des Planspiels weiterzuarbeiten.

Taktvoll gegen Extremismus und gruppenbezogene Abwertung Inhalt einblenden

Beteiligte Institutionen: ZLB, KomRex – Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration

Projektleitung: Prof. Dr. Michael May

Förderung: Haushaltsmittel

Laufzeit: seit 2013 fortlaufend

Die Professur für Didaktik der Politik beteiligt sich an der Initiative des Rektors der Friedrich-Schiller-Universität Jena zur Etablierung eines Kompetenzzentrums Rechtsextremismus. Von Seiten der Professur für Didaktik der Politik wird im Praxissemester der Lehramtsstudierenden aller Fächer das Seminar “Taktvoll gegen Extremismus und gruppenbezogene Abwertung” zum Umgang mit rechten und demokratiefeindlichen Verhaltensweisen angeboten. Im Rahmen des Projekts ist mittlerweile eine große Fallsammlung entstanden, die Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen wie auch Zentrum einer hochschuldidaktischen Kasuistik geworden ist. Das Projekt ist ebenso Bestandteil des Thüringer Aktionsplans Demokratiebildung (hier weitere Informationen).Im Zuge des Projekts sind bereits mehrere Publikationen entstanden (siehe die Publikationsliste von Professor May).

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