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Sprechstunde
Kontakt:
- GK 1412 „Kulturelle Orientierungen und gesellschaftliche Ordnungsstrukturen in Südosteuropa“ c/o Imre Kertész Kolleg
Löbdergraben 1
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Zur Person
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2012
Vita/ Akademischer Lebenslauf
- seit 10/2009: Promotionsstudium Politikwissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena, mit Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft
- 05/2009: Magister Artium, Philipps-Universität Marburg (Magisterarbeit: „Rolle und Dynamiken der Zivilgesellschaft in der Transformation Serbiens“)
- 2007-2009: Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes
- 2006-2007: Stipendium des Programms „Metropolen in Osteuropa“ der Alfried von Bohlen Krupp und Halbach-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes
- 2006-2007: Studium an der Univerza v Ljubljani, Ljubljana, Slowenien
- 2003-2009: Magisterstudium Politikwissenschaft (Hauptfach), Friedens- und Konfliktforschung und Osteuropäische Geschichte in Marburg, Gießen und Ljubljana (Slowenien)
Berufserfahrung im akademischen und NGO-Feld
- 01-07/2009: Studentische Hilfskraft im Verlag des Herder-Instituts Marburg, Redaktion, Lektorat und Datenbankverwaltung für die „Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung“
- 01-03/2008: Werksvertrag am Gießener Zentrum für das Östliche Europa, Vorbereitung des Projektes „Nationalkulturelle, mediale und sprachliche Normierungsprozesse in Ostmitteleuropa 1820-1914“ im DFG-Paketantrag „Kulturelle Entwürfe und Identitätsentwicklungen im östlichen Europa“ im Gießener Zentrum für das Östliche Europa
- 08-09/2007: Praktikum bei südost Europa Kultur e.V., Berlin. Aufbauarbeit für die „Stiftung Überbrücken“, die sich für traumatisierte Kriegsflüchtlinge engagiert
- 07/2007: Praktikum am Südosteuropa Kompetenzzentrum, Graz, Österreich. Mitarbeit am “Country specific report on the Conflict Settlement in Croatia“ des WP3 “Analysis of the Role of Human and Minority Rights during Conflict Settlement“ für das Forschungsprojekt “MIRICO – Human and Minority Rights in the Life Cycle of Ethnic Conflict“
Projekte:
- seit 2009: Theoretische Auseinandersetzung zu „Europäische Erinnerung? Gruppenübergreifende Erinnerung jenseits der Nation“ mit Gregor Feindt, Friedemann Pestel, Rieke Schäfer und Félix Krawatzek; gefördert im Rahmen eines für 2011 geplanten Workshops am Zentrum für interdisziplinäre Forschung in Bielefeld
- seit 2007: Gemeinsam mit Josefina Bajer und Aleksandra Vedernjak: Aufbau des Vereins zur Förderung des interkulturellen Dialogs „SEE.ID – In Dialogue with South-Eastern Europe“, Realisierung des Dokumentarfilms „Kein Land unserer Zeit?“, SEE.ID 2010 (www.see-id.org)
Forschungsschwerpunkte
Promotionsvorhaben
Der politische Umgang mit Kriegsverbrechen in Serbien: Akteure, Deutungen, Konzepte (Arbeitstitel)
Kurzbeschreibung: Nach außen scheint die Politikformulierung Serbiens auf dem Feld der extern induzierten Aufarbeitung der während der Jugoslawienkriege „im Namen der Serben“ verübten Kriegsverbrechen ambivalent und inkonsistent, was auf widerstreitende innerstaatliche Akteure mit unterschiedlichen Präferenzen und Normvorstellungen hindeutet. Statt einer Rezeption von externen Modellen der transitional justice ist ein Prozess einer divergenten Aneignung beobachtbar. Auf welche innenpolitischen Dynamiken und Spannungen ist dieser Befund zurück zu führen?
Im Rahmen des Promotionsprojektes wird untersucht werden, wie seit der politischen Wende in Serbien 2000 der Diskurs um den Umgang mit Kriegsverbrechen geführt wird: Welche „Konzepte“ verfolgen Akteure? Mit welchen Deutungen und Narrativen treten sie auf dem Feld des Umgangs mit Kriegsverbrechen auf, wie wird Politikwandel bzw. compliance "geframed"? Inwieweit und warum wird nach Innen und Außen unterschiedlich kommuniziert? Ausgegangen wird von einem massiven Identitätskonflikt der Akteure im Zuge der Konfrontation mit Kriegsverbrechen sowie von Norm- und Anpassungskonflikten in Auseinandersetzung mit externen Akteuren in Zusammenhang mit deren Konditionalitätspolitik.
Schließlich soll erklärt welchen, in welchen Situationen politischer Wandel möglich ist. Neben einer grundsätzlichen, kontextualisierenden Rekonstruktion des Politikfeldes von 1992 bis heute, die eine Analyse von Kontinuitäten ermöglicht, stehen die öffentlichen Debatten rund um die Deklarationen zur Verurteilungen des Massakers von Srebrenica in den Jahren 2005 und 2010 im Fokus der Betrachtungen. Sie sollen als Kumulationspunkte der Auseinandersetzung mit Kriegsverbrechen detailliert analysiert werden und einen Rückschluss auf die Deutungen, Narrative und Strategien von Akteuren zulassen.
Forschungsschwerpunkte
- Transitional Justice, Vergangenheitsaufarbeitung, Erinnerungsforschung, „ethnische“ Konflikte und ihre Regelung
- konstruktivistische Nationalismus- und Identitätstheorien
- Zivilgesellschaftskonzepte, Diskurstheorie, Politik
- Geschichte und Transformation der post-jugoslawischen Länder.
Publikationen
Publikationen
- (2011): Paradoxe Vergangenheitsbewältigung in Serbien, in: Ostblicke 2, (in Vorbereitung).
- (2010): Zwischen autoritärem Erbe, Nationalismus und Europa? Die serbische Zivilgesellschaft in der Transformation, in: Leiße, Olaf: Die Beziehungen der Europäischen Union mit Südosteuropa. Frieden – Sicherheit – Integration. Berlin, S. 101-122.
- (2010): Tito, komm zurück – mit dem ersten Bus!, in: unique, S. 12-13.
- (2010): Symposium des Wissenschaftlichen Beirats der Südosteuropa-Gesellschaft: Modernisierungsprozesse in Südosteuropa im Zeichen der Krise, in: Südosteuropa Mitteilungen, Jg. 50, Nr. 2, S. 92-94.
- (2010): Srpski identitet: crna kutija? In: Tojic, Katarina / Simu, Marijana (2010): BITI IZ/VAN - Ka redefinisanju kulturnog identiteta Srbije. Belgrad, S. 136-141; auf englisch: Serbian Identity: A black box? In: Tojic, Katarina / Simu, Marijana: BITI IZ/VAN - Ka redefinisanju kulturnog identiteta Srbije. Belgrad, S. 288-294.
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