Dr. Matthias Enders

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show Content Zur Person

Vita/Akademische Laufbahn

10/2000 -
03/2007
Studium der Politikwissenschaft, Neueren Geschichte, Ur- und Frühgeschichte und Sozial- und Wirtschaftsgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
10/2009 -
09/2011
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Politische Systeme des Instituts für Politikwissenschaft der FSU Jena
10/2011 -
heute
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Politische Theorie und Ideengeschichte des Instituts für Politikwissenschaft der FSU Jena
06/2016 Abschluss der Promotion an der Fakultät für Sozial- und Verhaltenswissenschaften der FSU Jena: “Die politische Steuerung wissenschaftlicher Erkenntnisse in den USA. Zur ideengeschichtlichen Konzeption der amerikanischen Wissenschaftspolitik unter George W. Bush und Barack Obama”

Frühere Lehrveranstaltungen

  • SoSe 2010 - 2012: Methoden der empirischen Sozialforschung (Übung)
  • WS 2010/11: Forschungsdesign in der Politikwissenschaft (Seminar)
  • WS 2011/12: The Federalist Papers (Seminar)
  • SoSe 2012: Wissenschaft und Politik in den USA und Deutschland (Seminar)
  • SoSe 2013: Secession and Federalism (Seminar)
  • WS 2013/14: Die Aufklärung in Nordamerika (Seminar)
  • SoSe 2014: Moderner Nationalismus in Europa (Seminar)
  • WS 2014/15: Progressivism in the United States (Seminar)
  • SoSe 2015: Classics of British Political Thought (Seminar)
  • WS 2015/16: Liberalism in the Early American Republic (Seminar)
  • SoSe 2016: Politisches Denken in den USA (Seminar)

show Content Forschungsschwerpunkte

Promotionsvorhaben (abgeschlossen)

Die politische Steuerung wissenschaftlicher Erkenntnisse in den USA

Wissenschaft ist als gesellschaftliches Teilsystem und erkenntnistheoretisches Modell der Antrieb der modernen Zivilisation, ihre Wirkmächtigkeit ungeheuerlich. Hier besteht seitens der Politik ein enormes Steuerungspotential, von der potentiellen Anwendungen über die gezielte Förderung und Produktion bestimmten Wissens bis hin zur Legitimierung ganzer Politikfelder. Die Arbeit zeigt, dass Wissenschaft in den Vereinigten Staaten sowohl durch religiöse, antiintellektuelle, praktische und pragmatische Ideen stark gesellschaftliche eingehegt wurde, stärker als in der alten Welt. Wert wird ihr insbesondere hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit zugeschrieben, nicht per se als Wissens- und Erkenntnisproduzentin. Und sowohl liberale wie konservative Wissenschaftspolitik unterliegt denselben Begründungsmustern, wenngleich die Ausgestaltung des Politikfeldes unter Bush und Obama unterschiedliche Wege ging.

Folgeprojekt

Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten als politischer Akteur

Im Zentrum der Politik wie der Politikwissenschaft stehen die Präsidenten, Premiers und Kanzler, aber nur selten die „Nr. 2“ hinter ihnen. Das gilt auch für den Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten. Unter den politischen Spitzenämtern der Welt gibt es wohl kaum eines, das so eigentümlich gestaltet ist wie dieses. Er ist „a heartbeat away from the Presidency“, und doch ist das Amt laut John Nance Garner, erst Speaker des Repräsentantenhauses und dann Vizepräsident unter Franklin D. Roosevelt „not worth a pitcher of warm piss“. Im zweiten Drittel des vergangenen Jahrhunderts ändern sich dann die strukturellen Merkmale des Amtes, als Präsident Carte seinem Vize Mondale erstmals weitreichende administrative Verantwortung übertrug. Seither ist von der „modernen“ Vizepräsidentschaft die Rede. Der Fokus des Forschungsprojekts wird auf der Untersuchung der Rolle, die der Vizepräsident der USA im Verfassungsgefüge und der politischen Entwicklung der USA seit 1788 spielt, liegen, wobei die moderne Vizepräsidentschaft als Schwerpunkt umfassend biographisch, strukturell und ideengeschichtlich analysiert werden soll.

Forschungsschwerpunkte

  • Wissenschafts- und Forschungspolitik
  • Methoden der empirischen Sozialforschung

show Content Publikationen

  • Lokale Identität und die Rhetorik der Republik. Der Wahlkampf zum US-Repräsentantenhaus 2006, Saarbrücken 2008
  • Der Senat in der Ära Obama. Nach wie vor eine Institution mäßigenden Ausgleichs?, in: Gellner, Wieland/Horst, Patrick: Die USA am Ende der Präsidentschaft Obamas, Wiesbaden 2016
  • A Fair Chance for All or a Washington Takeover? Education Policy and the Presidential Election 2016 (=Atlantische Themen 04/2016), Online-Publikation der Atlantischen Akademie Rheinland-Pfalz, http://www.atlantische-akademie.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/At-Themen/AT-4-2016/AA-R2E-No4.pdf
  • In Vorbereitung: Veröffentlichung der Dissertationsschrift „Die politische Steuerung wissenschaftlicher Erkenntnisse in den USA“
  • Mit Dreyer, Michael: Der Vizepräsident im Wahlkampf, in: Bieber, Christoph/ Kamps, Klaus (Hrsg.): Die US-Präsidentschaftswahl 2012, Wiesbaden 2015
  • Mit Dreyer, Michael: Parteiensystem und Progressivismus, in: Dreyer, Michael/Enders, Matthias/Hebenstreit, Jörg/Lang, Markus/ Kremp, Werner (Hrsg.): Always on the Defensive? Progressive Bewegung und Progressive Politik in den USA in der Ära Obama, Trier 2015
  • Als Herausgeber: Mit Dreyer, Michael/ Hebenstreit, Jörg/Lang, Markus/Kremp, Werner (Hrsg.): Always on the Defensive? Progressive Bewegung und Progressive Politik in den USA in der Ära Obama, Trier 2015