Projekte

Forschungsantrag "Professionalisierung von Anfang an" (ProfJL II)

Beteiligte Institutionen: ZLB

Projektleitung: Prof. Dr. Nils Berlemeyer, Prof. Dr. Alexander Gröschner, Dr. Michael May, Prof. Dr. Volker Woest

Team: Henriette Brakhage, Dana Strauss, Michaela Weiß

Förderung: BMBF, Qualitätsoffensive Lehrerbildung

Laufzeit: 2017

Zur Vorbereitung des Folgeantrages für die Qualitätsoffensive Lehrerbildung (QL), "Professionalisierung von Anfang an im Jenaer Modell der Lehrerbildung" (ProfJL) wurde in diesem Teilprojekt des Jenaer QL-Projekts eine SWOT-Analyse durchgeführt. Hierzu werden sowohl das Jenaer QL-Projekt als auch die Situation der Jenaer Lehrerbildung insgesamt einer eingehenden Analyse unterzogen. Die SWOT mündete im Folgeantrag zur Qualitätsoffensive Lehrerbildung. Zudem wird die gemeinsame Projektpublikation (Arbeitstitel: "Lehrerbildung in einer Welt der Vielfalt") vorbereitet und zusammen mit Prof. Dr. Alexander Gröschner und Prof. Dr.  Iris Winkler herausgegeben.

 

Professionalisierung für Demokratiebildung (ProDemo)

Beteiligte Institutionen: KomRex – Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration, Professur Didaktik der Politik

Projektleitung: Prof. Dr. Michael May

Team: Janine Patz, M.A., Frederik Damerau

Förderung: TMBJS, Thüringer Landesprogramm – Denk Bunt

Projektlaufzeit: 1.01.2017- 31.12.2017

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage nach der inhaltlichen und strukturellen Einbindung von Demokratiebildung in Ausbildung und Studium von pädagogischem Personal und Lehrkräften. Die Untersuchung knüpft an die Ergebnisse der SWOT Demokratiebildung an und greift die These auf, dass Demokratiebildung weithin nicht als Grundlage für pädagogische Berufe und Bildungsarbeit verstanden werde und dementsprechend kaum in pädagogischen Qualifizierungsprozessen angelegt sei.

Ziel dieses Forschungsprojektes ist nicht nur die Zustandsbeschreibung, sondern die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis sowie die Initiierung von Entwicklungsprozessen zur Verstetigung von Demokratiebildung in den Regelstrukturen.

 

 

Stärken-Schwächen-Analyse der Demokratiebildung in Thüringen (SWOT Demokratiebildung)

Beteiligte Institution: KomRex – Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration, Professur Didaktik der Politik

Projektleitung: Prof. Dr. Michael May

Projektmitarbeit: Janine Patz, M.A., Frederik Damerau

Förderung: TMBJS, Thüringer Landesprogramm – Denk Bunt

Projektlaufzeit: 3.-4. Quartal 2016

Die explorative Erschließung der Situation der Demokratiebildung in Thüringen erfolgte anhand von Aussagen demokratiebildender ExpertInnen. Mittels leitfadengestützter, qualitativer Interviews wurden problemorientiert Daten zum Verständnis, den Schwerpunktthemen, den Stärken, Schwächen und Handlungsoptionen der Demokratiebildung in Thüringen erhoben und inhaltsanalytisch ausgewertet.

Neben Zielen und relevanten Themen in den Kategorien Demokratiegefährdung und der Stärkung demokratische Kultur, liefert die Expertise auch Hinweise auf Entwicklungsnotwendigkeiten und Bedarfe. So bestünden große Herausforderungen u.a. darin, dem fehlenden Demokratieverständnis bzw. Kompetenzen zu begegnen und das professionelle Handeln von Fachkräften zu stärken. Aber nicht nur die Prozesse der Demokratiebildung – vor allem im Bereich der Qualifizierung – gelte es zu verbessern, sondern auch strukturelle bzw. institutionelle Bedingungen z. B. im Bereich Schule.

Aus den Einschätzungen der ExpertInnen lässt sich folgende These ableiten: Demokratiekompetenz sowie demokratiebildende Methodenkompetenz werde nicht umfassend als Basis oder Grundlage für pädagogische Arbeit mit und ohne Bildungsauftrag verstanden, sondern als Zusatzqualifikation, die größtenteils durch Fort- und Weiterbildungsangebote erworben wird.

Unter folgendem Link kann die Stärken-Schwächen-Analyse abgerufen werden.

 

Europäisches Forschungskolleg Jena. Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen

Beteiligte Institutionen: Institute für Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte, Politikwissenschaft

Projektleitung: Prof. Dr. Volkhard Knigge, Prof. Dr. Joachim von Puttkamer

Förderung: TMWWDG, Pro-Exzellenz-Initiative

Laufzeit: 2015-2019

Das Kolleg stellt die Leitfrage „Was bleibt vom 20. Jahrhundert?“ in doppelter Hinsicht ins Zentrum interdisziplinärer Forschung und praxisrelevanter Anwendung. Normativ geht es darum, welche Dimensionen historischer Erfahrungen des „extremen 20. Jahrhunderts“ wertbildend und handlungsrelevant im Geschichtsbewusstsein aufgehoben und tradiert werden sollen. In empirisch-analytischer Perspektive steht die zeitdiagnostische Untersuchung des konkreten Umgangs mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts im Vordergrund. Damit soll ein elementarer Beitrag zur Erschließung von Geschichtskulturen im 21. Jahrhundert und deren Wirkung auf das Geschichtsbewusstsein geleistet werden.

Verankert an sieben Lehrstühlen der FSU Jena und an der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora forschen seit Februar 2015 Doktorand/innen aus zeitgeschichtlicher, kunstgeschichtlicher, literaturwissenschaftlicher und geschichts- bzw. politikdidaktischer Perspektive zu Repräsentationen des 20. Jahrhunderts.

Ein weiteres Ziel des Kollegs ist die Etablierung eines europaweiten Weiterbildungsstudiengangs für Museumsmitarbeiter/innen und Kurator/innen zeitgeschichtlicher Ausstellungen. In Zukunft kann ein Zertifikat mit hoher inhaltlicher Prägnanz erworben werden, das zu einer wissenschaftlichen und ästhetischen Reflexion über das Ausstellen von Zeitgeschichte befähigt.

Weitere Informationen auf der Homepage.

 

Lernen mit fachspezifischen Anforderungssituationen (LEMFA)

Beteiligte Institutionen: drei Gymnasien, eine Gesamtschule und eine Regelschule in Thüringen und Sachsen-Anhalt

Projektleitung: Prof. Dr. Michael May

Förderung: Haushaltsmittel

Projektlaufzeit: 2012-2014

Kompetenzorientierter Unterricht muss für die Lernenden fachspezifische Anforderungssituationen bereithalten. In der politischen Bildung gibt es ein Set solcher Anforderungssituationen (gesellschaftliche Probleme, politische Konflikte etc.), die im Unterricht traditionellerweise mit „passenden“ fachspezifischen „selbstläufigen“ Methoden bearbeitet werden (Problemstudie, Kontroversverfahren etc.). Dies erfolgt vor dem Hintergrund der u.a. auf Dewey zurückgehenden Annahme, dass es eine strukturelle Passung von Anforderungssituationen, Denken und Situationsbewältigung gebe.

Das Projekt „Lernen mit fachspezifischen Anforderungssituationen“ (LEMFA) untersucht empirisch, wie Schülerinnen und Schüler mit solchen Anforderungssituationen jenseits der Planungslogik der Lehrenden faktisch umgehen (Dokumentarische Methode). Sodann wird gefragt, inwiefern Anforderungssituationen eine Dynamik erzeugen, die einerseits zur Kompetenzentwicklung beiträgt und andererseits tatsächlich von den in der Planungsliteratur vorgeschlagenen „passenden“ Unterrichtsmethoden aufgenommen werden kann.

  • May, Michael (2015): Ordnungsbildung in fachkulturellen Praktiken. Empirische Rekonstruktionen am Beispiel der politischen Bildung. In: Zeitschrift für Didaktik der Gesellschaftswissenschaften (zdg). Jg. 6, Heft 1. 72-91.
  • May, Michael (2015): Fachliche Anforderungssituationen aus Schüler(innen)-Sicht. Von den Schülerkonzepten zur wissenssoziologischen Analyse von Alltagswissen. In: Petrik, A. (Hg.): Formate fachdidaktischer Forschung in der politischen Bildung (Arbeitstitel). Schwalbach/Ts.: Wochenschau Verlag. 167-175.