Forschung

show Content Professionalisierung für Demokratiebildung (ProDemo) (2017)

Professionalisierung für Demokratiebildung (ProDemo) (2017)

Institutionen: KomRex – Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration, Professur Didaktik der Politik

Projektverantwortung: Prof. Dr. Michael May

Projektmitarbeit: Janine Patz, M.A.

Förderung: Thüringer Landesprogramm – Denk Bunt

Projektlaufzeit: 1.01.2017- 31.12.2017

Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage nach der inhaltlichen und strukturellen Einbindung von Demokratiebildung in Ausbildung und Studium von pädagogischem Personal und Lehrkräften. Die Untersuchung knüpft an die Ergebnisse der SWOT Demokratiebildung an und greift die These auf, dass Demokratiebildung weithin nicht als Grundlage für pädagogische Berufe und Bildungsarbeit verstanden werde und dementsprechend kaum in pädagogischen Qualifizierungsprozessen angelegt sei.

Ziel dieses Forschungsprojektes ist nicht nur die Zustandsbeschreibung, sondern die Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Politik und Praxis sowie die Initiierung von Entwicklungsprozessen zur Verstetigung von Demokratiebildung in den Regelstrukturen.

 

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Europäisches Forschungskolleg Jena. Das 20. Jahrhundert und seine Repräsentationen (beteiligt) (2015-2019)

Projektleitung: Prof. Dr. Volkhard Knigge, Prof. Dr. Joachim von Puttkamer, Mitglied: Prof. Dr. Michael May

Förderung: Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft, Pro-Exzellenz-Initiative

Das Kolleg stellt die Leitfrage „Was bleibt vom 20. Jahrhundert?“ in doppelter Hinsicht ins Zentrum interdisziplinärer Forschung und praxisrelevanter Anwendung. Normativ geht es darum, welche Dimensionen historischer Erfahrungen des „extremen 20. Jahrhunderts“ wertbildend und handlungsrelevant im Geschichtsbewusstsein aufgehoben und tradiert werden sollen. In empirisch-analytischer Perspektive steht die zeitdiagnostische Untersuchung des konkreten Umgangs mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts im Vordergrund. Damit soll ein elementarer Beitrag zur Erschließung von Geschichtskulturen im 21. Jahrhundert und deren Wirkung auf das Geschichtsbewusstsein geleistet werden.

Verankert an sieben Lehrstühlen der FSU Jena und an der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora forschen seit Februar 2015 Doktorand/innen aus zeitgeschichtlicher, kunstgeschichtlicher, literaturwissenschaftlicher und geschichts- bzw. politikdidaktischer Perspektive zu Repräsentationen des 20. Jahrhunderts.

Ein weiteres Ziel des Kollegs ist die Etablierung eines europaweiten Weiterbildungsstudiengangs für Museumsmitarbeiter/innen und Kurator/innen zeitgeschichtlicher Ausstellungen. In Zukunft kann ein Zertifikat mit hoher inhaltlicher Prägnanz erworben werden, das zu einer wissenschaftlichen und ästhetischen Reflexion über das Ausstellen von Zeitgeschichte befähigt.

Weitere Informationen auf der Homepage.

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Jenaer Forschungs- und Arbeitsgruppe Hermeneutische Politikdidaktik

Leitung: Prof. em. Dr. Carl Deichmann, Friedrich-Schiller-Universität Jena & Dr. Marc Partetzke, Universität Bremen

Orientiert an der sozialwissenschaftlichen Hermeneutik, beschäftigt sich die Gruppe mit Forschungsarbeiten aus dem Bereich der hermeneutischen Politikdidaktik. (Nachwuchs-)Wissenschaftler/-innen, Politiklehrer/-innen, Referendarinnen/Referendare sowie Dozent(inn)en aus der außerschulischen politischen Bildung führen qualitative Unterrichtsforschung durch, interpretieren empirisches Datenmaterial und diskutieren aktuelle gesellschaftliche Diskurse hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Theorie und Praxis der politischen Bildung. Die Forschungsergebnisse sollen die universitäre Lehre in der Politikdidaktik, die Lehrer/-innenausbildung sowie die Praxis der politischen Bildung positiv beeinflussen und dadurch verbessern. Sie finden ihren Niederschlag in wissenschaftlichen Publikationen, Unterrichtsmodellen und in Materialien für die politische Bildung.

Die Teilnehmer/-innen der Jenaer Forschungsgruppe Hermeneutische Politikdidaktik beschäftigen sich mit den Zielen der politischen Bildung unter fachdidaktischen und unterrichtspraktischen Gesichtspunkten. Dabei werden besonders Ergebnisse der qualitativen Unterrichtsforschung berücksichtigt.

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“Gemeinsam interpretieren” –

Offene Didaktische Interpretationswerkstatt

Die Veranstaltung dient dazu, Daten und Materialien im Sinne eines qualitativ-interpretativen Forschungsparadigmas auszuwerten. Es soll also nicht nur darum gehen, die Projektkonzeptionen zu diskutieren, sondern auch die interpretative Arbeit an den Materialien selbst voranzutreiben. Die Werkstatt steht allen ForscherInnen aus dem Bereich Didaktik und Fachdidaktik offen und ist auf maximal 15 Teilnehmer begrenzt.

Interpretationswerkstätten stellen die Qualität des Forschungsprozesses sicher, u.a. weil sie im Interpretationsprozess korrigierend wirken. „Ein ganz wesentliches Mittel der Qualitätsverbesserung ist die weit verbreitete Praxis, das Verstehen von Sinn nicht einem einzelnen Interpreten zu überantworten, sondern dessen ‚Beschränktheiten‘ durch die Hinzuziehung weiterer Interpreten aufzubrechen, um so auch eine ‚multiperspektivische Interpretation‘ der Daten zu ermöglichen“ (Reichertz 2013).

Die Daten können aus Qualifikationsarbeiten (Examensarbeiten, Dissertationen) stammen oder aus anderen Projektkontexten eingebracht werden. Welche Materialien eingebracht werden können, wird in der ersten Sitzung festgelegt. ForscherInnen, die kein Material einbringen wollen, sind als InterpretInnen trotzdem willkommen. Insofern kann die Interpretationswerkstatt auch dazu genutzt werden, Einblicke in Forschungsverfahren der interpretativen Schul- und Unterrichtsforschung zu erhalten.

Von der Arbeitsgruppe Politikdidaktik, die die Interpretationswerkstatt veranstaltet, wird als interpretatives Verfahren die „dokumentarische Methode“ (Ralf Bohnsack) verwandt. Falls andere Methoden zu Anwendung kommen sollen, muss geklärt werden, wer die notwendige Expertise zur Leitung der Sitzung einbringen kann.
Die Interpretationswerkstatt findet jedes Semester statt (siehe Friedolin). Ein Schwerpunkt und ein konkreter Ablauf werden jeweils in der ersten Sitzung besprochen.

Einführende Literatur

  • Bohnsack, Ralf (2010): Rekonstruktive Sozialforschung. Einführung in qualitative Methoden. 8. Aufl. Opladen/Farmington Hills.
  • Flick, Uwe (2011): Qualitative Sozialforschung. Eine Einführung. 4. Aufl. Reinbek b. Hamburg.
  • Kleemann, Frank/Krähnke, Uwe/Matuschek, Ingo (2009): Interpretative Sozialforschung. Eine Praxisorientierte Einführung. Wiesbaden.
  • Reichertz, Jo (2013): Gemeinsam interpretieren. Die Gruppendiskussion als kommunikativer Prozess. Wiesbaden.
Eine Kooperation von

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Stärken-Schwächen-Analyse der Demokratiebildung in Thüringen (SWOT Demokratiebildung) (3. und 4. Quartal 2016)

Institution: KomRex – Zentrum für Rechtsextremismusforschung, Demokratiebildung und gesellschaftliche Integration, Professur Didaktik der Politik

Projektleitung: Prof. Dr. Michael May

Projektmitarbeit: Janine Patz, M.A.

Förderung: Thüringer Landesprogramm – Denk Bunt

Projektlaufzeit: 3.-4. Quartal 2016

Die explorative Erschließung der Situation der Demokratiebildung in Thüringen erfolgte anhand von Aussagen demokratiebildender ExpertInnen. Mittels leitfadengestützter, qualitativer Interviews wurden problemorientiert Daten zum Verständnis, den Schwerpunktthemen, zu Stärken, Schwächen und Handlungsoptionen der Demokratiebildung in Thüringen erhoben und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet.

Neben Zielen und relevanten Themen in den Kategorien Demokratiegefährdung und der Stärkung demokratische Kultur, liefert die Expertise auch Hinweise auf Entwicklungsnotwendigkeiten und Bedarfe. So bestünden große Herausforderungen u.a. darin, dem fehlenden Demokratieverständnis bzw. Kompetenzen zu begegnen und das professionelle Handeln von Fachkräften zu stärken. Aber nicht nur die Prozesse der Demokratiebildung – vor allem im Bereich der Qualifizierung – gelte es zu verbessern, sondern auch strukturelle bzw. institutionelle Bedingungen z. B. im Bereich Schule.

Aus den Einschätzungen der ExpertInnen lässt sich folgende These ableiten: Demokratiekompetenz sowie demokratebildende Methodenkompetenz werde nicht umfassend als Basis oder Grundlage für pädagogische Arbeit mit und ohne Bildungsauftrag verstanden, sondern als Zusatzqualifikation, welche größtenteils durch Fort- und Weiterbildungsangebote erworben wird.

Unter folgendem Link kann die Stärken-Schwächen-Analyse abgerufen werden.

 

 

 

show Content Lernen mit fachspezifischen Anforderungssituationen (LEMFA) (abgeschlossen)

Lernen mit fachspezifischen Anforderungssituationen (LEMFA) (2012-2014)

Projektleiter: Prof. Dr. Michael May

Kompetenzorientierter Unterricht muss für die Lernenden fachspezifische Anforderungssituationen bereithalten. In der politischen Bildung gibt es ein Set solcher Anforderungssituationen (gesellschaftliche Probleme, politische Konflikte etc.), die im Unterricht traditionellerweise mit „passenden“ fachspezifischen „selbstläufigen“ Methoden bearbeitet werden (Problemstudie, Kontroversverfahren etc.). Dies erfolgt vor dem Hintergrund der u.a. auf Dewey zurückgehenden Annahme, dass es eine strukturelle Passung von Anforderungssituationen, Denken und Situationsbewältigung gebe.

Das Projekt „Lernen mit fachspezifischen Anforderungssituationen“ (LEMFA) untersucht empirisch, wie Schülerinnen und Schüler mit solchen Anforderungssituationen jenseits der Planungslogik der Lehrenden faktisch umgehen (Dokumentarische Methode). Sodann wird gefragt, inwiefern Anforderungssituationen eine Dynamik erzeugen, die einerseits zur Kompetenzentwicklung beiträgt und andererseits tatsächlich von den in der Planungsliteratur vorgeschlagenen „passenden“ Unterrichtsmethoden aufgenommen werden kann.

An dem Projekt beteiligen sich drei Gymnasien, eine Gesamtschule, eine Regelschule und drei Berufsschulen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt.

 

show Content Dissertationen

Laufende Dissertationen

 

Benjamin Moritz

Laufendes Dissertationsvorhaben: „Außerschulische Lernorte in der politischen Bildung. Eine qualitativ-empirische Studie“

Betreuer: Prof. Dr. Michael May

Die Auseinandersetzung mit außerschulischen Lernorten erfolgt in der Politikdidaktik vorwiegend auf der theoretisch-konzeptionellen Ebene. Trotzdem Begegnungen zwischen Schülern und außerschulischen Lernorten in der Praxis häufig stattfinden, liegen also kaum empirisch gesicherte Erkenntnisse über die Interaktion zwischen Schülern und Ort vor. Das Projekt widmet sich diesem Forschungsdesiderat der Politikdidaktik und konzentriert sich dafür auf den Lernort Landtag. Ausgehend von der Annahme, dass Exkursionen eher vorhandene Wissensbestände der Schülerinnen und Schüler bestätigen und für die Wahrnehmung der Orte besonders implizite Wissensbestände (z.B. alltagsweltlich verinnerlichte Vorurteile über Politik) Relevanz erlangen, versucht das Projekt die Fragestellung zu beantworten, welche implizit handlungsleitenden Wissensbestände der Schülerinnen und Schüler das gemeinsame Erleben und Verarbeiten einer Exkursion zum Lernort Landtag strukturieren. Aus den empirisch generierten Ergebnissen sollen dann in einem zweiten Schritt didaktisch-methodische Schlussfolgerungen für politische Bildung am Lernort Landtag gezogen werden. Da in dem Projekt implizite und kollektiv geteilte Wissensbestände der Schülerinnen und Schüler im Fokus stehen, orientiert es sich an der Methodologie rekonstruktiver Sozialforschung. Es nutzt Gruppendiskussionen als Erhebungsinstrument, die eine bis eineinhalb Wochen nach dem Landtagsbesuch geführt werden. Dabei thematisiert eine kleine Gruppe Lernender ausgehend von einem Gesprächsimpuls selbstläufig ihre Erlebnisse während des Landtagsbesuchs. Die transkribierten Diskussionen werden dann mit Hilfe der Dokumentarischen Methode (Ralf Bohnsack) ausgewertet.

 

Stefanie Kessler

Laufendes Dissertationsvorhaben: “Die Demokratievorstellungen von PolitiklehrerInnen und ihre Bedeutung für den politischen Unterricht”

Betreuer: Prof. Dr. Michael May

Im Rahmen dieses Dissertationsprojekts sollen die subjektiven Demokratievorstellungen von PolitiklehrerInnen erhoben und der Frage nachgegangen werden, in welchem Zusammenhang diese zur Unterrichtspraxis stehen. Subjektive Demokratievorstellungen entsprechen hier persönlichen Alltagsvorstellungen und Alltagsdidaktiken von Demokratie. Im Zentrum der Forschungsarbeit steht das politikdidaktische Erkenntnisinteresse an der Bedeutung der subjektiven Demokratievorstellungen für den politischen Unterricht. Diese Fragestellung soll durch eine qualitative Studie im Sinne der rekonstruktiven Sozialforschung beantwortet werden. Zuerst werden die subjektiven Demokratievorstellungen von PolitiklehrerInnen unter Anwendung des halbstandardisierten Interviews zur Rekonstruktion subjektiver Theorien und der Struktur-Lege-Technik nach Scheele und Groeben erhoben. Diese werden anschließend mit der dokumentarischen Methode nach Bohnsack ausgewertet. Ziel ist es, eine Typisierung der subjektiven Demokratievorstellungen zu erstellen und eine erste Einschätzung über implizit und explizit handlungsleitende Vorstellungen der LehrerInnen für die Unterrichtspraxis zu gewinnen. Im Anschluss führe ich bei LehrerInnen, die kontrastierenden Typen zuzuordnen sind, eine teilnehmende Unterrichtsbeobachtung durch und interviewe ggf. hier auch SchülerInnen zu ihrer Wahrnehmung des Unterrichts. Die teilnehmende Beobachtung wird protokolliert und durch ein Forschungstagebuch ergänzt. Flankierend sollen einzelne Unterrichtsstunden auf Video aufgezeichnet werden. Die Auswertung erfolgt anschließend mit der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring anhand eines Kategoriensystems, das ich deduktiv aus der Typisierung ableite. Dieses Vorgehen ermöglicht es, die Demokratievorstellungen mit der Unterrichtspraxis in Bezug zu setzen.

 

Christian K. Tischner

Laufendes Dissertationsvorhaben: “Handlungsorientierung und Kompetenzentwicklung im Politikunterricht. Eine empirische Überprüfung der Leistung handlungsorientierter Methoden und Verfahren der politischen Bildung auf die Kompetenzentwicklung im Sinne des lebenslangen Lernens” 

Betreuer: Prof. em. Dr. Carl Deichmann

Auf Basis der für die politische Bildung vorgeschlagenen Kompetenzmodelle und EPAs sollen handlungsorientierte Unterrichtssequenzen analysiert und auf ihre Bedeutung für die Kompetenzentwicklung bei Schüler(inne)n untersucht werden.
Ziel des Promotionsvorhabens ist es herauszufinden, ob und in welcher Intensität Kompetenzen, die das lebenslange Lernen im Sinne politischer Bildung befördern, durch handlungsorientierte Methoden der politischen Bildung tatsächlich entwickelt werden.
Die unter Anwendung qualitativer Forschungsmethoden gewonnenen Erkenntnisse sollen ein empirisch gesichertes Wissen über die Wirkzusammenhänge von Kompetenzentwicklung, Bedingungsgefügen (Lernvoraussetzungen der Schüler, Lehrerpersönlichkeit) und handlungsorientierten Unterrichtsmethoden geben.

Mit den Untersuchungsergebnissen soll das Ziel verfolgt werden, Konsequenzen für die Gestaltung von Lehr-Lern-Prozessen in der politischen Bildung bezüglich der Befähigung zu lebenslangem Lernen aufzuzeigen, Rückschlüsse für die Ausbildung und Professionalisierung des Lehrpersonals zu ziehen, wissenschaftlich unterlegte Hinweise für zu formulierende Bildungsstandards in der politischen Bildung zu geben und die Entwicklung diagnostischer Verfahren zur Messung politischer Kompetenzen zu forcieren.

 

Albert Weiler

Laufendes Dissertationsvorhaben: “Politische Bildung an außerschulischen Lernorten – Analyse der Praxis der Wissensvermittlung an Gedenkstätten in Thüringen am Beispiel der ehemaligen MfS-Untersuchungshaftanstalt ‘Erfurt Andreasstraße’ und der ‘Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus’ in Gera”

Betreuer: Prof. em. Dr. Carl Deichmann

Die Dissertation soll politische Bildung an außerschulischen Lernorten analysieren. Ziel ist es, das Zusammenspiel von Lehrer und Lehre sowie deren Einfluss auf die Schüler zu untersuchen. Dies wird über mündliche Befragungen erfolgen und mit Tonträgern aufgezeichnet, die im Nachgang ausgewertet werden. Weiterhin sollen durch teilnehmende Beobachtungen Kommunikationsprozesse und Gruppendiskussionen analysiert werden. Bei diesen qualitativen Methoden geht es um das Beschreiben, Interpretieren und Verstehen von Zusammenhängen, die Aufstellung von Klassifikationen oder Typologien und die Generierung von Hypothesen. Die qualitative Befragung bzw. Beobachtung soll unverzerrte, nicht prädeterminierte und sehr umfassende Informationen liefern. Durch diese Herangehensweise sollen differenzierte und ausführliche Beschreibungen individueller Meinungen und Eindrücke gewonnen und Typologisierungen erstellt werden.

Aus den gewonnenen Erkenntnissen lassen sich dann die relevanten Beurteilungskriterien für den fraglichen Sachverhalt und intervenierende Folgemaßnahmen ableiten. Im Mittelpunkt meinder Analyse steht die politische Bewusstseinsbildung an Gedenkstätten in Thüringen am Beispiel der ehemaligen MfS-Untersuchungshaftanstalt „Erfurt Andreasstraße“ und der „Gedenk- und Begegnungsstätte im Torhaus” in Gera.

 

Abgeschlossene Dissertationen

 

Steffen Piller

“Ökonomie in der schulischen politischen Bildung – die Integration ökonomischer Aspekte unter besonderer Berücksichtigung der modernen Institutionenökonomik”

Betreuer: Prof. em. Dr. Carl Deichmann

 

Christian Schmidt

“Lehrbücher als Ausdruck der politischen Kultur eines Landes – Ein Vergleich deutscher und französischer Lehrbücher unter besonderer Berücksichtigung des institutionenkundlichen Ansatzes“

Betreuer: Prof. em. Dr. Carl Deichmann

 

Andreas Eis:

“Europäische Bürgerschaftsbildung – Politische Bildung und regionale Identitäten in Europa“

Betreuer: Prof. em. Dr. Carl Deichmann

 

Marc Partetzke

“Politikdidaktische Autobiographieforschung – Begründung und Bedeutung des biographisch-personenbezogenen Ansatzes für die politische Bildung unter besonderer Berücksichtigung der DDR als Gegenstand historisch-politischer Bildung”

Betreuer: Prof. em. Dr. Carl Deichmann

 

Dennis Hauk

“Die Förderung der politischen Analyse- und Methodenkompetenz bei Schülern durch E-Learning: Politikdidaktische und empirische Grundlegung eines problem- und aktualitätsbezogenen Lernmodells”

Betreuer: Prof. em. Dr. Carl Deichmann